Traditionelle Chinesische Medizin für Tiere (TCVM) 

 

Als Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wird ein mehr als 2000 Jahre altes Konzept bezeichnet, das mehrere Therapieformen beinhaltet. Zu den Verfahren zählen vor allem die Akupunktur mittels Nadeln, das Erwärmen von Akupunkturpunkten mittels Moxa-Therapie und deren Massage durch spezielle Techniken wie Tuina Anmo sowie eine oft durch (Kräuter-)Arzneien unterstützte Ernährung.
Ebenfalls der TCM zuzuordnen ist die Mykotherapie- den Behandlungserfolg mit Heilpilzen dokumentieren mittlerweile auch wissenschafltiche Studien.
Daraus entwickelt hat sich die TCVM als eigenständiges Konzept unter Berücksichtigung der Besonderheiten und Bedürfnisse unserer Tiere. 

 

 

Akupunktur

Sie ist das Teilgebiet der TCM und TCVM, welches sich in dere westlichen und evidenzbasierten Medizin hauptsächlich durchgesetzt hat.
Die Akupunktur geht von einer Lebensenergie (Qi) des Körpers aus, welche auf definierten Meridianen (Leitbahnen) zirkuliert und so auf alle Körperfunktionen einwirkt. Ist der Energiefluß gestört, kommt es zu Blockaden, die sich in Krankheit manifestieren können. Mittels Nadelung der auf den Meridianen liegenden Punkte wird die Störung im Qi-Fluß behoben. Durch diese kontrolliert gesetzten Reize werden die den jeweiligen Akupukturpunkten zugeordneten Organe durch die Regulierung des Qi zur Selbstheilung angeregt.
Für die rasch schmerzlindernde Wirkung von Akupunktur konnten einige Mechanismen identifiziert werden:
Zum einen werden bei der Punktion körpereigenen morphinartige Substanzen gebildet und führen zu einer zügigen Schmerzlinderung und seelischen Entspanntheit.
Zusätzlich wird die Schmerzsensibilität in Bereichen des Gehirns herab gesetzt.


Eine Diagnose im chinesischen Sinne erstelle ich bei Ihrem Tier unter Beachtung bestimmter diagnostischer Kategorien: 
Hitze - Kälte, Fülle - Leere/Schwäche, Außen - Innen, Yin - Yang.
Basierend auf dieser ausführlichen Anamnese erstelle ich einen Therapieplan für Ihren Vierbeiner.
Die Akupunktur mittels Nadel oder Laser genießt bei den Tieren im Allgemeinen eine hohe Akzeptanz.

 

Moxa-Therapie

Hier werden mittels erhitzter Kräuter (ich verwende Spitzwegerich) ausgewählte Akupunkturpunkte erwärmt. Dies hat insbesondere bei älteren Tieren mit degenerativen Erkrankungen im Bewegungsapparat eine wohltuende Wirkung.

 

Tuina-Massage

Bei dieser speziellen Massagetechnik werden Akupunkturpunkte miteinbezogen und haben die bereits beschriebenen Effekte. Nach entsprechneder Anleitung können Sie diese Massagetechnik bei Ihrem Vierbeiner selbst durchführen. Gerne erläutere ich Ihnen die Vorgehensweise.

 

Mögliche Indikationen bei Ihrem Tier für die Arbeit mit Akupunkturpunkten (mit und ohne Nadelung):

 

- akute Schmerzzustände

- Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats, insbesondere bei Muskel-, Gelenk- und Bandscheibenproblemen,     Erkrankungen der Bänder und Sehnen
- Schwächung des Immunsystems

- Erkrankungen der Atemwege sowie des Verdauungssystems

- Allergien und Hautproblematiken

- urologische und gynäkologische Erkrankungen

 u.v.m.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mykotherapie

Vitalpilze - in der TCM sind sie seit Jahrtausenden im Einsatz. Mit den ihnen zugeschriebenen antiviralen, antibakteriellen und antifungalen Eigenschaften und ihren adaptogenen Fähigekeiten werden zehn Pilze in vielen Bereichen eingesetzt. Folgende Eigenschaften werden ihnen seitens der Traditionellen Chinesischen Medizin zugeschrieben: Die Sauerstoffversorgung in den Zellen zu regulieren, Entgiftungsprozesse in Gang zu setzen und auf Immun-, Organ-, Nerven- und Hormonsystem direkt einzuwirken. 
Bekannt dürften der Shiitake- und der Austernpilz sein, die auch in unseren westlichen Küche gerne verwendet werden.
Die Anwendung ist einfach: In Kapselform direkt eingenommen oder als Pulver über das Futter gestreut, genießen die Pilze eine hohe Akzeptant bei unseren Tieren.

Hinweis zu den gesetzlichen Anforderungen:

Das Mykotherapie-Konzept wird als singuläre Therapieform von der Wissenschaftsmedizin nicht anerkannt, ist keine Therapie im klassischen Sinne, ersetzt nicht den Gang zum Tierarzt oder Tierheilpraktiker, sondern bietet die Möglichkeit, die Selbstheilungskräfte des Organismus auf natürliche Weise zu unterstützen und anzuregen. Juristisch gelten Vitalpilze als Lebensmittel.


Mögliche Indikationen zur Unterstützung bei Ihrem Tier sind:


- Tumorerkrankungen,

- geschwächtes Immunsystem

- Erkrankungen der inneren Organe
- entzündliche Prozesse im Magen-Darm-Trakt 

- Allergien und Hautproblematiken (atopische Dematitits)
- Infektionskrankheiten
- Diabetes und Übergewicht

u.v.m.

 

 

Nach dem deutschen Heilmittelwerberecht §3 verpflichte ich mich, auf Folgendes hinzuweisen:
Bei den hier vorgestellten Methoden sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art handelt es sich um Verfahren der alternativen Medizin, deren Wirksamkeit naturwissenschaftlich schulmedizinisch weder nachgewiesen und noch anerkannt ist.
Dies gilt für die kompletten Inhalte der Homepage von www.animaluna-karlsruhe.de
Des Weiteren gebe ich bei aller Sorgfalt in Diagnostik und Therapie kein Heilversprechen in medizinischem Sinne ab.

©2020 by Tanja Schempp